Zwei Wege konkurrieren um dasselbe Geld: die Gebühr an ein System und die Ausgabe für begleitete Einzelarbeit. Hier stehen beide nebeneinander, ohne dass ein System beim Namen genannt oder bewertet wird. Zur Offenlegung: Ich biete selbst Begleitung für Makler an und bin in diesem Vergleich Partei. Wenn Du dagegen weißt, was zu tun ist, und es müsste nur schneller gehen, ist das eine Werkzeugfrage, und die steht auf der Seite zum KI-Coaching für Immobilienmakler.
Was kostet ein Immobilienmakler-Franchise im Jahr?
Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich nennt für Vertriebs-Franchisen durchschnittlich 10.000 bis 45.000 Euro Eintrittsgebühr, 3 bis 7 Prozent laufende Gebühr vom Netto-Umsatz und 1 bis 3 Prozent Werbegebühr. Bei 100.000 Euro Nettoumsatz sind das 4.000 bis 10.000 Euro laufend, im ersten Jahr zuzüglich Eintritt.
| Gebührenart | Spanne laut Quelle | Je 100.000 € Nettoumsatz im Jahr | Über 5 Jahre Laufzeit (Rechenannahme) in EUR | Quelle, geprüft 11.09.2026 |
|---|---|---|---|---|
| Eintrittsgebühr, einmalig | 10.000 bis 45.000 € bei Vertriebs-Franchisen | einmalig, nicht umsatzabhängig | 10.000 bis 45.000 | WKO Gründerservice |
| Laufende Systemgebühr | 3 bis 7 % vom Netto-Umsatz, je nach Geschäftstätigkeit | 3.000 bis 7.000 € | 15.000 bis 35.000 | WKO Gründerservice |
| Werbegebühr für überregionale Werbung | 1 bis 3 % | 1.000 bis 3.000 € | 5.000 bis 15.000 | WKO Gründerservice |
| Laufende Gebühr, Rahmen über alle Branchen | 1 bis 15 % vom Nettoumsatz des Franchisenehmers | 1.000 bis 15.000 € | 5.000 bis 75.000 | Deutscher Franchiseverband |
| Summe aus Eintritt, System- und Werbegebühr | entfällt | 4.000 bis 10.000 € laufend | 30.000 bis 95.000 | eigene Rechnung aus den Zeilen darüber |
Die letzte Zeile ist meine Rechnung und nicht die Zahl eines Verbands. Sie addiert nur, was in den Zeilen darüber steht, und die fünf Jahre Laufzeit sind meine Annahme für die Rechnung; Deine Laufzeit steht im Vertrag. Die Prozentsätze laufen laut Deutschem Franchiseverband vom Nettoumsatz des Franchisenehmers und nicht vom Gewinn.
Was bekommst Du für die Gebühr, und was gibst Du dafür ab?
Du bekommst eine eingeführte Marke, einen fertigen Auftritt, Schulung, Systemunterlagen und in der Regel einen vertraglich zugesicherten Gebietsschutz. Du gibst dafür Geld vom Umsatz, Weisungsbindung an das System, Einblick in Deine Zahlen und die Bindung über eine Mindestlaufzeit. Der Ethikkodex des Deutschen Franchiseverbandes hält beide Seiten dieser Rechnung wörtlich fest.
| Leistung | Franchise | Begleitung ohne Marke | Wem gehört das Ergebnis nach Vertragsende |
|---|---|---|---|
| Bekannter Name am Türschild | ja, vom ersten Tag an | nein, es bleibt Dein Name | Marke bleibt beim Geber |
| Anfragen aus überregionaler Werbung | ja, dafür läuft die Werbegebühr | nein, den Zufluss baust Du selbst | Kanal endet mit dem Vertrag |
| Gebietsschutz gegen Kollegen im System | in der Regel, vertraglich zugesichert | nein, es gibt kein Gebiet | entfällt nach Vertragsende |
| Fertige Vorlagen und Auftritt | ja, aus dem System | nur, was Du selbst schreibst | Systemunterlagen gehen zurück |
| Arbeit am eigenen laufenden Vorgang | abhängig vom System | ja, das ist der ganze Gegenstand | bleibt in Deinen Unterlagen |
| Schriftlicher Ablauf im eigenen Ordner | abhängig vom System | ja, als Ergebnis vereinbart | gehört Dir |
Drei Zeilen dieser Tabelle gehen klar gegen mich. Eigene Wege zu Objekten lassen sich aufbauen, und wie das mit KI-Unterstützung aussieht, steht im Ratgeber zur KI-gestützten Immobilienakquise.
Nach Ziffer 2.3 des Ethikkodex wird der Franchisenehmer dem Franchisegeber „nachprüfbare wirtschaftliche Daten zukommen lassen" und ihm „auf Wunsch des Franchisegebers und zu angemessenen Zeiten Zugang zu den Räumlichkeiten und Unterlagen" gewähren. Dieselbe Ziffer verbietet es ihm, „weder während noch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses" das übermittelte Know-how an Dritte weiterzugeben. Das steht so im Verbandsdokument und ist keine Kritik. Es gehört nur vor die Unterschrift und nicht danach. Das ist keine Rechtsberatung.
Brauchst Du eine Marke oder brauchst Du einen Ablauf?
Das entscheidet sich an einer einzigen Frage: Liegt Dein Engpass vor der Anfrage oder dahinter? Vor der Anfrage heißt, Dir fehlen Mandate und Interessenten. Dahinter heißt, Du bekommst Zulauf und machst zu wenig daraus. Eine Marke wirkt ausschließlich davor. Wenn es dahinter klemmt, kaufst Du mit jeder Sichtbarkeitsgebühr mehr Material für eine Stelle, die es nicht verarbeitet.
Du bist Prozessberater fuer Einzelunternehmen in der Immobilienvermittlung und suchst den Engpass in einer Transaktionskette. Du bewertest nur, was ich Dir gebe, und ergaenzt nichts. Meine Zahlen der letzten zwoelf Monate - Alleinauftraege geholt: [Anzahl], der letzte kam ueber: [Kanal] - Mandate zum Wunschpreis des Eigentuemers angenommen: [Anzahl], durchschnittliche Vermarktungsdauer dieser Objekte: [Tage] - Besichtigungen im Schnitt bis zum ersten Angebot: [Anzahl] - Interessenten zwischen Angebot und Einigung abgesprungen: [Anzahl], haeufigster Absprungpunkt: [Beschreibung] - Beurkundungen verschoben, weil Unterlagen fehlten: [Anzahl] - Auftraege aus Empfehlung oder von frueheren Kunden: [Anzahl von 10] - Durchschnittliche Provision je Abschluss: [Euro] Aufgabe 1. Ordne meine Zahlen den acht Stationen zu: Akquise, Bewertung, Expose, Vermarktung, Besichtigung, Verhandlung, Abschluss, Nachbetreuung. 2. Nenne die eine Station, an der die Kette am wahrscheinlichsten reisst, und begruende sie ausschliesslich mit meinen Zahlen. 3. Sag mir ausdruecklich, ob mein Engpass VOR oder NACH der Anfrage liegt. Vor der Anfrage heisst: mir fehlen Mandate oder Interessenten. Nach der Anfrage heisst: ich bekomme Zulauf und mache daraus zu wenig. 4. Nenne eine einzige Zahl, an der ich in drei Monaten sehe, ob sich etwas bewegt hat. Format: Tabelle Station / meine Zahl / Bewertung, danach hoechstens zehn Zeilen Text. Ton: nuechtern, keine Ermutigung, keine Relativierung. Regeln - Keine Empfehlungen fuer Anbieter, Systeme, Marken oder Software. - Nenne keine Namen von Eigentuemern, Interessenten oder Objekten; ich gebe Dir ausschliesslich Zahlen. - Wenn Dir eine Angabe fehlt, frag nach, statt sie zu erfinden, und rechne bis dahin ohne sie weiter.
Ich rechne eine Systemgebühr nie in Euro. Euro sagen mir nichts, weil sie erst im Verhältnis zum eigenen Geschäft eine Größe werden. Ich rechne sie in Abschlüssen: jährliche Gesamtgebühr geteilt durch die durchschnittliche Provision je Abschluss. Kommt 0,4 heraus, muss die Marke mir alle zweieinhalb Jahre einen zusätzlichen Abschluss bringen, damit ich bei null stehe. Kommt 1,5 heraus, sind es anderthalb zusätzliche Abschlüsse, jedes Jahr, bevor überhaupt etwas für mich übrig bleibt.
Und jetzt der Teil, an dem diese Rechnung scheitert, bei fast jedem, der sie zum ersten Mal aufstellt. Sie gilt nur, wenn Dein Engpass vor der Anfrage liegt. Schau nach, wie viele Besichtigungen Du im Schnitt bis zum ersten Angebot brauchst, und vergleich die Zahl mit der von vor zwei Jahren. Ist sie gestiegen, liegt Dein Engpass dahinter. Dann erzeugt zusätzlicher Zulauf zusätzliche Termine und keine zusätzlichen Abschlüsse, und Du zahlst die Gebühr auf einen Umsatz, den Du auch ohne sie gemacht hättest. Wer die Zahl nicht kennt, kann die Rechnung nicht aufstellen. Das ist keine Rhetorik, das ist der Grund, warum Prompt 1 oben genau danach fragt.
Erst wissen, wo die Kette reißt. Dann Geld ausgeben.
Eine Systemgebühr läuft, ob sie wirkt oder nicht, und sie läuft vom Umsatz. Bevor Du Dich für Jahre bindest, lohnt der Blick auf die eine Station, an der es bei Dir hakt. Ein Anfrageformular gibt es hier noch nicht, deshalb der direkte Weg: Schreib mir an r.peuker@rp-realestate.de, Betreff „Zweiter Blick: Engpass", und nenn mir drei Dinge. Erstens, wie Deine Lage ist, also Bestand, Mitarbeiter, Abschlüsse im Jahr. Zweitens, welcher Vorgang klemmt. Drittens, seit wann. Ich antworte selbst. Am Ende steht ein konkreter nächster Schritt oder der Satz, dass es nicht passt. Was nicht passiert: kein Abschluss am Telefon, keine Plätze, die knapp werden, kein zweiter Anruf von jemand anderem.
Anfrage per E-Mail schreiben Antwort von Rico Peuker persönlich · Immobilienmakler seit 2007 · kein Formular, kein NewsletterWas kostet begleitete Arbeit ohne Marke im Vergleich?
Sie kostet einen Stundensatz und keinen Anteil am Umsatz. Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2024 nennt ein Durchschnittshonorar von 175,98 Euro netto je Zeitstunde Business-Coaching, und Haufe berichtet aus derselben Befragung von rund 1.100 Coaches 212,23 Euro bei über 15 Jahren Erfahrung. Das ist der Coaching-Markt insgesamt und nicht die Immobilienbranche.
Was meine eigene Begleitung kostet, sage ich im Erstgespräch und nicht vorher. Der Grund ist unbequem: Vorher weiß niemand, wie viel Arbeit vor uns liegt.
Was liegt am Ende in Deinem Ordner, wenn Du aussteigst?
Beim Franchise: Deine eigenen Kundenbeziehungen, soweit der Vertrag sie Dir lässt. Der Ethikkodex nennt in Ziffer 5.4 als unentbehrlichen Vertragsbestandteil Bestimmungen über „die sofortige Rückgabe des materiellen und immateriellen Eigentums des Franchisegebers" nach Vertragsende. Marke, Auftritt, Vorlagen und Systemunterlagen gehen zurück. Das ist keine Rechtsberatung.
Am Ende liegt eine Mappe in Deinem Schrank, und darin steht, was vorher in Deinem Kopf stand:
- der Ablauf für die Eigentümeransprache, so wie Du ihn tatsächlich fährst, mit Wortlaut
- Deine Bewertungslogik, inklusive der Grenze, ab der Du ein Mandat ablehnst
- die Textbausteine für Exposé und Absage, geprüft auf AGG und Pflichtangaben
- Dein Besichtigungs- und Rückmeldeablauf mit festen Fristen
- die Zahlen, an denen Du in zwölf Monaten misst, ob sich etwas bewegt hat
Diese Mappe ersetzt kein System. Wer den größten Teil davon allein schreiben will, findet die 50 Abläufe fertig ausformuliert im KI-Werkzeugkasten für Immobilienmakler.
Wann ist ein Franchise die bessere Wahl als Begleitung?
In drei Lagen rate ich ausdrücklich zum System. Erstens beim Berufsstart ohne eigenen Bestand und ohne Netzwerk, weil Begleitung an einem Geschäft ansetzt, das es noch geben muss. Zweitens ohne eigenen Marktzugang in Deinem Gebiet, weil Bekanntheit dort tatsächlich der Engpass ist. Drittens, wenn Du fremde Struktur willst und nicht die eigene entwickeln möchtest.
Mein Angebot ist für den anderen Fall gemacht: für den Makler mit eigenem Bestand und einem Geschäft, das läuft, an dem aber seit einer Weile eine bestimmte Stelle klemmt. Wie sich ein einzelner Ablauf im laufenden Betrieb umstellen lässt, zeigt der Fahrplan zum Einführen von KI im Maklerbüro.
Führ die Rechnung mit Deinen echten Zahlen durch, bevor Du irgendwo unterschreibst. Jahresgebühr geteilt durch Deine durchschnittliche Provision je Abschluss ergibt die Anzahl zusätzlicher Abschlüsse, die das System bringen muss, damit Du bei null stehst. Schreib das Ergebnis auf einen Zettel und leg ihn ins Vertragsdokument. In zwölf Monaten weißt Du dann, ob die Zahl erreicht wurde.
Wie prüfst Du ein Angebot, bevor Du unterschreibst?
Du rechnest es in Deine eigenen Zahlen um und liest den Vertrag auf vier Punkte: Bezugsgröße der Gebühr, Mindestlaufzeit, Eigentum an den Kundendaten, nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Alles, was ohne Zahl zugesagt wird, ist nicht zugesagt. Der folgende Prompt erledigt den Rechenteil und formuliert die Fragen, die Du schriftlich stellst.
Du bist Controller fuer ein Maklerbuero und rechnest mir ein Franchise- oder Systemangebot in meine eigenen Zahlen um. Du bist weder dafuer noch dagegen. Du rechnest. Das Angebot - Einmalige Eintrittsgebuehr: [Euro] - Laufende Systemgebuehr: [Prozent] von [Nettoumsatz / Provisionsumsatz / Rohertrag / andere Bezugsgroesse] - Werbegebuehr: [Prozent] von [Bezugsgroesse] - Weitere feste Kosten je Monat (Software, Schulung, Beitraege): [Euro] - Mindestlaufzeit: [Jahre], Kuendigungsfrist: [Angabe] - Zugesagter Anfragenzufluss: [Anzahl je Monat] oder [nicht zugesagt] - Gebietsschutz: [ja, Umfang] oder [nein] - Nachvertragliches Wettbewerbsverbot: [ja, Dauer und Gebiet] oder [nein] - Wem gehoeren die Kundendaten nach Vertragsende: [laut Vertrag] Meine Zahlen - Provisionsumsatz netto im Jahr: [Euro] - Durchschnittliche Provision je Abschluss: [Euro] - Abschluesse im Jahr: [Anzahl] Aufgabe 1. Rechne die Gesamtkosten fuer Jahr 1 und fuer die volle Mindestlaufzeit aus. Trenne einmalige und laufende Betraege. 2. Rechne die jaehrliche Gesamtgebuehr in Abschluesse um: Gebuehr geteilt durch meine durchschnittliche Provision je Abschluss. 3. Sag mir in einem Satz, wie viele zusaetzliche Abschluesse pro Jahr das System mir bringen muss, damit ich bei null stehe. 4. Liste getrennt auf: was ich bekomme, jede Leistung mit einer Zahl oder mit dem Vermerk "ohne Zahl zugesagt", und was ich abgebe, also Bindung, Weisungen, Datenoffenlegung, Wettbewerbsverbot. 5. Formuliere fuenf Fragen, die ich vor der Unterschrift schriftlich stelle, jede so, dass die Antwort eine Zahl oder ein Ja/Nein ist. Format: erst die Rechnung als Tabelle, dann die beiden Listen, dann die fuenf Fragen. Ton: sachlich, keine Empfehlung. Regeln - Rechne nur mit den Zahlen oben. Wenn Dir eine Angabe fehlt, frag nach, statt sie zu erfinden, und mach daraus eine Frage in Punkt 5. - Keine Bewertung einer Marke, keine Empfehlung, kein Vergleich mit benannten Systemen. - Keine Prognose zur Umsatzsteigerung; die laesst sich aus diesen Angaben nicht serioes rechnen.
Der Franchisevertrag ist kein gesetzlich geregelter Vertragstyp; was drinsteht, verhandeln die Parteien. Der Ethikkodex des Deutschen Franchiseverbandes nennt in Ziffer 5.4 als unentbehrliches Minimum unter anderem die Zahlungsverpflichtungen des Franchisenehmers und eine Vertragsdauer, „die so befristet sein soll, dass der Franchisenehmer seine franchisespezifischen Anfangsinvestitionen amortisieren kann". Ziffer 3.3 verlangt vor Unterzeichnung eine vollständige schriftliche Offenlegung aller wichtigen Informationen, und Ziffer 3.4 nennt schon für einen Vorvertrag Wettbewerbsverbote und Geheimhaltungsklauseln, mit denen der Geber sein Know-how schützt. Der Kodex bindet nur Mitglieder des Verbands. Ein Vertrag über fünfstellige Summen gehört vor der Unterschrift zu einem Fachanwalt. Das ist keine Rechtsberatung.
Einen Prüfpunkt gibt es auch auf meiner Seite der Rechnung, und zwar bei jedem Anbieter von Begleitung. Der Bundesgerichtshof hat am 12.06.2025 unter dem Aktenzeichen III ZR 109/24 ein neunmonatiges Mentoring-Programm über 47.600 Euro als Fernunterricht im Sinne des FernUSG eingeordnet und den Vertrag mangels Zulassung nach § 7 Abs. 1 FernUSG als nichtig behandelt; das Gesetz gilt danach auch gegenüber Unternehmern. Frag jeden Anbieter, wie er sein Format davon abgrenzt, und lass Dir die Antwort schriftlich geben. Das ist keine Rechtsberatung.
Meine eigene Begleitung ist deshalb über Inhalt und Ablauf beschrieben und nicht über eine feste Programmdauer in Monaten: Arbeit an Deinen laufenden Vorgängen, ohne Lehrplan, Lernerfolgskontrolle und Abo. Über andere Formate sage ich damit nichts.
Steuerlich sind Franchisegebühren bei betrieblicher Veranlassung dem Grunde nach Betriebsausgaben, ebenso Ausgaben für Weiterbildung und Begleitung, ein Fachbuch als Fachliteratur. Ob und in welcher Höhe das in Deinem Fall gilt, entscheidet Dein Steuerberater. Das ist keine Steuerberatung.
Du bist Controller fuer ein Maklerbuero und fuehrst mit mir eine nuechterne Rueckschau ueber zwoelf Monate. Ich habe Geld fuer Sichtbarkeit oder fuer Begleitung ausgegeben und will wissen, was es gebracht hat. Meine Angaben - Ausgegeben im Zeitraum, alles zusammen: [Euro] - Abschluesse im Vorjahr: [Anzahl] / im Berichtsjahr: [Anzahl] - Alleinauftraege vorher: [Anzahl] / jetzt: [Anzahl] - Besichtigungen bis zum ersten Angebot vorher: [Anzahl] / jetzt: [Anzahl] - Anteil der Anfragen, bei denen ich den Kanal kenne: [Prozent] - Was seit dem Start schriftlich in meinen eigenen Unterlagen liegt und vorher nicht da war: [Liste] Aufgabe 1. Stelle vorher und jetzt in einer Tabelle gegenueber, je Kennzahl mit der Veraenderung in Prozentpunkten oder Prozent. 2. Trenne sauber: Was hat sich an der Menge geaendert, also mehr Zulauf, und was an der Umwandlung, also aus Zulauf wird Abschluss. 3. Nenne die wahrscheinlichste Ursache der groessten Veraenderung und sag dazu, wie sicher sich das aus meinen Zahlen ableiten laesst. 4. Sag mir ausdruecklich, wenn die Zahlen die Ausgabe nicht rechtfertigen, und welche Groesse ich im naechsten Jahr zusaetzlich messen muesste. Format: Tabelle, danach vier kurze Absaetze zu den Punkten 1 bis 4. Ton: nuechtern, keine Aufmunterung, keine Relativierung. Regeln - Rechne nichts hoch, was ich nicht gemessen habe. - Ich gebe Dir ausschliesslich Kennzahlen, keine Namen von Kunden oder Objekten. Frag auch nicht danach. - Wenn Dir eine Angabe fehlt, frag nach, statt sie zu erfinden. - Liegt die Veraenderung im Bereich normaler Schwankung, sag mir das in einem Satz, statt sie zu deuten.
Was kostet ein Immobilienmakler-Franchise im ersten Jahr?
Im ersten Jahr fallen Eintrittsgebühr und laufende Gebühren zusammen an. Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich nennt für Vertriebs-Franchisen durchschnittlich 10.000 bis 45.000 Euro Eintrittsgebühr, 3 bis 7 Prozent laufende Gebühr vom Netto-Umsatz und 1 bis 3 Prozent Werbegebühr. Bei 100.000 Euro Nettoumsatz sind das nach meiner Rechnung im ersten Jahr 14.000 bis 55.000 Euro. Die konkrete Zahl steht nur im konkreten Vertrag. Stand: September 2026.
Wie hoch ist die laufende Franchisegebühr üblicherweise?
Der Deutsche Franchiseverband nennt als Rahmen über alle Branchen 1 bis 15 Prozent des Nettoumsatzes des Franchisenehmers, berechnet nach einem im Franchisevertrag vereinbarten Prozentsatz. Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich nennt je nach Geschäftstätigkeit 3 bis 7 Prozent plus 1 bis 3 Prozent Werbegebühr. Entscheidend ist die Bezugsgröße: Nettoumsatz, Provisionsumsatz und Rohertrag sind drei verschiedene Zahlen, und der Unterschied wiegt schwerer als die Prozentspanne.
Lohnt sich ein Franchise für einen Makler mit eigenem Bestand?
Das hängt daran, wo Dein Engpass liegt. Ein System liefert vor allem Zulauf und Bekanntheit, also Wirkung vor der Anfrage. Wenn Du heute mehr Besichtigungen bis zum ersten Angebot brauchst als vor zwei Jahren, liegt Dein Engpass hinter der Anfrage. Dann erzeugt zusätzlicher Zulauf zusätzliche Termine und keine zusätzlichen Abschlüsse, und die Gebühr läuft trotzdem. Rechne die Jahresgebühr in Abschlüsse um, bevor Du entscheidest.
Was passiert mit meinen Kunden und meiner Sichtbarkeit, wenn ich aussteige?
Das steht im Vertrag und sonst nirgends. Der Ethikkodex des Deutschen Franchiseverbandes hält in Ziffer 3.4 fest, dass der Franchisegeber schon in einem Vorvertrag Wettbewerbsverbote und Geheimhaltungsklauseln festlegen kann, und in Ziffer 2.3, dass das übermittelte Know-how weder während noch nach Vertragsende an Dritte weitergegeben werden darf. Marke, Auftritt und Systemunterlagen bleiben beim Geber. Klär vor der Unterschrift schriftlich, wem die Kundendaten gehören. Das ist keine Rechtsberatung.
Was kostet begleitete Arbeit ohne Marke im Vergleich?
Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2024, eine Befragung von rund 1.100 Coaches in Deutschland, nennt ein Durchschnittshonorar von 175,98 Euro netto je Zeitstunde Business-Coaching; Coaches mit über 15 Jahren Erfahrung erzielen im Schnitt 212,23 Euro. Anders als eine Systemgebühr ist das kein Prozentsatz vom Umsatz und läuft nicht weiter, wenn nichts mehr passiert. Was meine Begleitung kostet, hängt von Umfang und Dauer ab und wird im Erstgespräch gesagt.
Ist die Franchisegebühr steuerlich absetzbar?
Bei betrieblicher Veranlassung sind Franchisegebühren dem Grunde nach Betriebsausgaben, ebenso Ausgaben für Weiterbildung und Begleitung; Fachliteratur wie ein Handbuch fällt ebenfalls darunter. Ob und in welcher Höhe das in Deinem Fall gilt, entscheidet Dein Steuerberater. Eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer bekommst Du in jedem Fall. Das ist keine Steuerberatung.
Was Du allein schaffst, schaffst Du damit
Ein Teil dessen, wofür ein System Gebühren nimmt, ist ein Ablauf, den jemand einmal aufgeschrieben hat. Aufschreiben kannst Du selbst. Der KI-Werkzeugkasten für Immobilienmakler enthält 50 erprobte Workflows in 8 Kapiteln, von der Eigentümeransprache bis zur Nachbetreuung, jeder mit fertigem Copy-Paste-Prompt, ausgefülltem Beispiel, Profi-Tipp und Rechts-Warnung. 76 Seiten, geschrieben von einem Makler, der seit 2007 selbst vermittelt. Einmalig. Kein Abo, keine Laufzeit, keine Abgabe vom Umsatz, kein Wettbewerbsverbot am Ende.
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