Die meisten Prompt-Sammlungen im Netz haben ein Problem: Sie zeigen Dir zwei Beispiele und wollen für den Rest Deine E-Mail-Adresse. Oder sie werfen Dir 500 Einzeiler hin, von denen keiner je an einem echten Objekt getestet wurde. Beides bringt Dich keinen Schritt weiter.
Hier machen wir es anders: Alle 12 Prompts stehen im Volltext auf dieser Seite. Jeder folgt derselben Formel, jeder stammt aus meinem Makler-Alltag, ich arbeite seit 2007 als Immobilienmakler und bin seit 1999 selbstständig in der Branche. Kopiere sie, füll die Platzhalter in eckigen Klammern aus, fertig. Sie funktionieren mit ChatGPT genauso wie mit Claude oder Gemini.
Wie baust Du einen guten Prompt?
Ein guter Prompt besteht aus 5 Bausteinen: Rolle (wer soll die KI sein?), Aufgabe (was genau soll sie tun?), Kontext (welche Fakten hat sie?), Format (wie soll das Ergebnis aussehen?) und Ton (wie soll es klingen?). Fehlt einer dieser Bausteine, rät die KI, und geratene Texte klingen austauschbar oder enthalten erfundene Details.
Konkret heißt das:
- Rolle: „Du bist ein erfahrener Immobilientexter…", die Rolle bestimmt Wortschatz und Perspektive.
- Aufgabe: „Schreibe ein Anschreiben von maximal 250 Wörtern…", eine Aufgabe pro Prompt, mit Längenvorgabe.
- Kontext: Objektdaten, Zielgruppe, Anlass. Je konkreter, desto besser das Ergebnis.
- Format: Absätze, Stichpunkte, Tabelle, Varianten, sag es der KI, sonst entscheidet sie selbst.
- Ton: „seriös, ohne Superlative, ohne Floskeln", hier trennt sich Makler-Qualität von Werbegeschwätz.
Dazu kommen zwei Schutzklauseln, die in fast jeden Makler-Prompt gehören: eine Anti-Halluzinations-Klausel („Erfinde keine Fakten, markiere fehlende Angaben mit [KLÄREN]") und bei allen Texten, die Wohnraum bewerben, eine AGG-Klausel („Beschreibe die Immobilie, nicht den Wunschbewohner"). Warum das wichtig ist, regelt § 19 AGG, Benachteiligungen bei der Vermietung und beim Verkauf von Wohnraum können teuer werden. Das ist keine Rechtsberatung, aber gesunder Selbstschutz.
Speichere Deine ausgefüllten Prompts als Textbausteine, im Notizprogramm, im CRM oder als eigene Bibliothek. Der Prompt wird mit jedem Einsatz besser, weil Du Formulierungen nachschärfst. Wer jedes Mal bei null anfängt, verschenkt den größten Hebel. Und wenn Du dieselben Prompts täglich nutzt, lohnt sich irgendwann ein eigener Makler-GPT, der Deine Vorgaben dauerhaft gespeichert hat.
Die 12 Prompt-Vorlagen zum Kopieren
Die Prompts decken den kompletten Prozess ab: Akquise, Vermarktung, Kommunikation, Absicherung. Ersetze alles in eckigen Klammern durch Deine Angaben, je konkreter Du fütterst, desto brauchbarer das Ergebnis.
1. Akquise-Anschreiben an Eigentümer
Der Klassiker der Objektakquise: ein Brief, der nicht nach Massenpost klingt. Wie Du daraus eine komplette Akquise-Strategie machst, liest Du im Ratgeber KI in der Immobilienakquise.
Du bist ein erfahrener Immobilienmakler mit über 20 Jahren Praxis und schreibst einen persönlichen Brief an einen Eigentümer in [Stadtteil]. Aufgabe: Verfasse ein Akquise-Anschreiben für den Postversand, maximal 250 Wörter. Kontext: Ich bin seit [Jahr] Makler in [Stadt], spezialisiert auf [Spezialisierung]. Anlass des Briefes: [Anlass, z. B. mehrere aktuelle Verkäufe in der Nachbarschaft / konkrete Käuferanfragen für diese Lage]. Format: Persönliche Anrede, 3–4 kurze Absätze, am Ende ein konkreter, unverbindlicher nächster Schritt (kurzes Gespräch oder kostenfreie Einschätzung). Ton: seriös, ruhig, auf Augenhöhe. Kein Verkaufsdruck, keine Superlative, keine Floskeln wie „einmalige Gelegenheit". Wichtig: Nutze ausschließlich die Angaben aus diesem Prompt. Erfinde keine Marktdaten, Referenzen oder Zahlen. Fehlt Dir eine Angabe, schreibe [KLÄREN].
2. Objektbeschreibung
Der Grundtext für Exposé und Portale. Die komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Zielgruppen-Logik findest Du im Ratgeber Exposé mit KI erstellen.
Du bist ein professioneller Immobilientexter. Aufgabe: Schreibe eine Objektbeschreibung von 150–200 Wörtern. Kontext: [Objektart], [Wohnfläche] m², [Zimmer] Zimmer, Baujahr [Jahr], Lage: [Lagebeschreibung], Besonderheiten: [3–5 Stichpunkte], Zielgruppe: [z. B. Familien mit Kindern / Kapitalanleger]. Format: 3 Absätze – Einstieg mit dem stärksten Merkmal, dann Rundgang durch das Objekt, zum Schluss die Lage. Schreibe aus Sicht des Käufers: Was hat er davon? Ton: konkret und bildhaft, ohne Floskeln wie „charmant", „gemütlich" oder „Liebhaberobjekt". AGG-Klausel: Beschreibe die Immobilie, nicht den Wunschbewohner. Keine Aussagen zu Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht, Familienstand oder Behinderung. Anti-Halluzination: Verwende nur die genannten Fakten. Fehlt eine Angabe, schreibe [KLÄREN] statt zu erfinden.
3. Portal-Inserat
Portale sind kein Exposé: Hier zählen die Überschrift und die ersten zwei Zeilen. Der Prompt liefert Dir beides in Varianten.
Du bist Immobilientexter und schreibst ein Inserat für ein großes Immobilienportal. Aufgabe: Erstelle 3 Überschriften-Varianten (maximal 100 Zeichen) und einen Anzeigentext von 120–150 Wörtern. Kontext: [Objektdaten wie in Prompt 2], Kaufpreis/Miete: [Betrag], Verfügbarkeit: [Datum]. Format: Überschriften nummeriert, danach der Fließtext. Die Überschrift nennt das stärkste Kaufargument + Lage, keine Ausrufezeichen, kein GROSSGESCHRIEBENES. Ton: sachlich-attraktiv, portaltypisch knapp. AGG-Klausel: Beschreibe die Immobilie, nicht den Wunschbewohner. Anti-Halluzination: Nur die genannten Fakten verwenden, fehlende Angaben mit [KLÄREN] markieren.
4. Einwand-Antwort: „Die Provision ist zu hoch"
Einwände entscheiden Aufträge. Die KI ersetzt kein Gespräch, aber sie hilft Dir, Deine Antwort vorher zu ordnen.
Du bist Verkaufstrainer für Immobilienmakler mit langjähriger Praxiserfahrung. Aufgabe: Formuliere 3 Antwort-Ansätze auf den Eigentümer-Einwand „Die Provision ist zu hoch", jeweils 3–5 Sätze. Kontext: Meine Leistungen: [z. B. Wertermittlung, professionelle Fotos, Besichtigungsmanagement, Bonitätsprüfung, Verhandlungsführung, Begleitung bis Notartermin]. Meine Provision: [Satz]. Format: Ansatz 1 = Wert statt Kosten, Ansatz 2 = Risiko des Privatverkaufs, Ansatz 3 = Rechenbeispiel-Struktur (ohne erfundene Zahlen – nur der Aufbau, in den ich meine echten Zahlen einsetze). Ton: verständnisvoll, souverän, nie belehrend. Der Eigentümer soll sich ernst genommen fühlen. Wichtig: Keine erfundenen Statistiken oder Studien. Wo eine Zahl nötig wäre, setze den Platzhalter [DEINE ZAHL].
5. Preisargumentation vorbereiten
Fast jeder Eigentümer hat eine Wunschvorstellung über Marktniveau. Dieser Prompt strukturiert Dein Gespräch, ohne Dir Marktdaten zu erfinden.
Du bist ein erfahrener Immobilienmakler und bereitest ein Preisgespräch mit einem Eigentümer vor. Aufgabe: Baue mir einen Gesprächsleitfaden in 5 Schritten, mit dem ich eine realistische Preisempfehlung begründe, ohne den Eigentümer vor den Kopf zu stoßen. Kontext: Wunschpreis des Eigentümers: [Betrag]. Meine marktbasierte Einschätzung: [Betrag], gestützt auf: [Deine echten Datenquellen, z. B. Vergleichsobjekte, Bodenrichtwert, eigene Verkäufe]. Emotionale Lage: [z. B. Elternhaus, Zeitdruck, keiner]. Format: Nummerierte Schritte mit je 2–3 Formulierungsvorschlägen. Schritt 1 beginnt immer mit Anerkennung der Eigentümer-Sicht. Ton: wertschätzend und klar. Ich bin Berater, kein Bittsteller. Wichtig: Erfinde keine Marktdaten und keine Prozentwerte. Arbeite nur mit den Zahlen aus diesem Prompt; fehlende Daten als [KLÄREN] markieren.
6. Social-Media-Post
Sichtbarkeit bringt Empfehlungen. Ein „Verkauft"-Post ist die einfachste Form von Akquise-Content, die es gibt.
Du bist Social-Media-Texter für einen Immobilienmakler. Aufgabe: Schreibe einen „Erfolgreich vermittelt"-Post für Instagram und Facebook, 80–120 Wörter, plus 5 passende Hashtags. Kontext: [Objektart] in [Stadtteil] wurde nach [Zeitraum] Vermarktungszeit vermittelt. Besonderheit der Vermittlung: [z. B. diskreter Verkauf, mehrere Interessenten, Wunschtermin gehalten]. Keine Adresse, kein Preis, keine Käuferdetails nennen. Format: Hook in Zeile 1, dann 2 kurze Absätze, am Ende eine Frage oder ein dezenter Hinweis für Eigentümer mit Verkaufsgedanken. Ton: nahbar und professionell, stolz ohne Angeberei. Keine Emoji-Ketten, maximal 2 Emojis. Diskretion: Keine Rückschlüsse auf Verkäufer oder Käufer ermöglichen. Keine erfundenen Details.
12 Prompts sind Werkzeuge. 50 Workflows sind ein Werkzeugkasten.
Jeder Prompt hier spart Dir Minuten. Richtig spürbar wird es, wenn ganze Abläufe stehen: Der KI-Werkzeugkasten für Immobilienmakler liefert 50 erprobte Workflows, jeweils mit Copy-Paste-Prompt, ausgefülltem Beispiel, Profi-Tipp und Rechts-Warnung, über den kompletten Makler-Prozess von Akquise bis Abschluss. 76 Seiten, 8 Kapitel, sofort einsetzbar.
Alle 50 Workflows sichern 129 € statt 197 € · Sofort-Download (PDF) · 14 Tage Geld-zurück7. Nachfass-E-Mail nach der Besichtigung
Wer nach der Besichtigung zwei Tage schweigt, verliert Momentum. Dieser Prompt liefert Dir das Nachfassen in zwei Tonlagen. Die komplette Strecke mit den Abständen nach Besichtigung, Wertermittlung und unbeantworteter Anfrage und der Grenze zwischen Nachfassen und Werbung steht im Ratgeber Nachfass-Mails für Makler.
Du bist Immobilienmakler und schreibst eine Nachfass-E-Mail an einen Interessenten nach einer Besichtigung. Aufgabe: Erstelle 2 Varianten à maximal 120 Wörter – Variante A für einen klar interessierten Interessenten, Variante B für einen unentschlossenen. Kontext: Besichtigt wurde [Objektart] in [Stadtteil] am [Datum]. Eindruck aus dem Termin: [Stichpunkte, z. B. Fragen zur Heizung, Partnerin war begeistert, Finanzierung offen]. Format: Betreffzeile + E-Mail-Text. Jede Variante endet mit genau einem konkreten nächsten Schritt (z. B. Zweitbesichtigung, Unterlagen, kurzes Telefonat mit Terminvorschlag). Ton: freundlich, verbindlich, ohne Druck. Kein „Nur noch heute!"-Vokabular. Wichtig: Nichts erfinden, nur die Angaben aus dem Termin verwenden.
8. Höfliche Absage an Interessenten
Absagen sind Beziehungspflege: Der abgelehnte Interessent von heute ist der Verkäufer oder Empfehlungsgeber von morgen.
Du bist Immobilienmakler und musst einem Interessenten absagen, weil sich der Verkäufer für einen anderen Käufer entschieden hat. Aufgabe: Schreibe eine wertschätzende Absage-E-Mail, maximal 100 Wörter. Kontext: Der Interessent hat [Objektart] in [Stadtteil] besichtigt und ein Angebot abgegeben. Die Entscheidung fiel aus Gründen, die ich nicht im Detail offenlegen darf. Format: Betreff + Text. Aufbau: Dank für Vertrauen und Zeit → klare, respektvolle Absage ohne ausschweifende Begründung → Angebot, ein Suchprofil anzulegen und bei passenden Objekten zuerst an ihn zu denken. Ton: ehrlich, warm, professionell. Keine Floskel „wir bedauern außerordentlich", keine falschen Hoffnungen. Wichtig: Keine Details zum Käufer oder zur Entscheidung erfinden.
9. Eigentümer-Update während der Vermarktung
Der häufigste Kündigungsgrund für Makler-Aufträge ist nicht Erfolglosigkeit. Es ist Funkstille. Regelmäßige Updates verhindern das.
Du bist Immobilienmakler und schreibst Deinem Verkäufer ein Zwischen-Update zur Vermarktung. Aufgabe: Erstelle einen Vermarktungsbericht als E-Mail, 150–200 Wörter. Kontext: Zeitraum: [z. B. letzte 14 Tage]. Zahlen: [Anfragen], [Besichtigungen], [Portal-Aufrufe]. Feedback der Interessenten: [Stichpunkte, auch kritische]. Meine Empfehlung: [z. B. Preis halten / Fotos im Herbstlicht erneuern / Preis anpassen]. Format: Kurze Einleitung → Zahlen als übersichtliche Liste → Interessenten-Feedback ehrlich zusammengefasst → Empfehlung mit Begründung → nächster Schritt. Ton: transparent und ruhig. Schlechte Nachrichten werden benannt, nicht schöngeredet – aber immer mit einem Lösungsvorschlag verbunden. Wichtig: Nur die genannten Zahlen verwenden, nichts glätten, nichts erfinden.
10. AGG-Selbstcheck für Anzeigentexte
Bevor ein Text online geht, läuft er bei mir durch diesen Check. Er ersetzt keinen Anwalt, fängt aber die typischen Formulierungsfallen ab.
Du bist ein sorgfältiger Lektor mit Kenntnis des deutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Du gibst keine Rechtsberatung, sondern prüfst Formulierungen. Aufgabe: Prüfe den folgenden Anzeigentext auf Formulierungen, die Personen wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Identität oder Familienstand bevorzugen oder ausschließen könnten – auch indirekt (z. B. „ideal für junges Paar", „deutschsprachige Mieter"). Format: Tabelle mit 3 Spalten: Fundstelle (Zitat) → mögliches Problem → neutrale Alternativ-Formulierung. Wenn nichts auffällt, schreibe das ausdrücklich. Wichtig: Weise am Ende darauf hin, dass diese Prüfung keine Rechtsberatung ersetzt. Hier der Text: [TEXT EINFÜGEN]
11. Antwort auf Google-Bewertungen
Bewertungsantworten liest nicht der Bewerter allein. Sie liest jeder Eigentümer, der Dich googelt, bevor er anruft.
Du bist Immobilienmakler und antwortest öffentlich auf eine Google-Bewertung. Aufgabe: Schreibe eine Antwort von 40–80 Wörtern auf folgende Bewertung: [BEWERTUNGSTEXT EINFÜGEN]. Format: Direkte Ansprache, Dank, konkreter Bezug auf einen Punkt aus der Bewertung, bei Kritik: sachliche Einordnung + Gesprächsangebot über einen privaten Kanal. Ton: souverän und menschlich. Bei Kritik: kein Rechtfertigen, kein Gegenangriff, kein Schuldeingeständnis zu konkreten Vorwürfen – sachlich bleiben. Datenschutz: Nenne keine Details zum Auftrag, zum Objekt oder zu dritten Personen, auch wenn der Bewerter sie selbst erwähnt.
12. Terminbestätigung mit Unterlagen-Checkliste
Ein unterschätzter Text: Die Terminbestätigung entscheidet mit, wie vorbereitet Interessenten zur Besichtigung erscheinen.
Du bist Immobilienmakler und bestätigst einem Interessenten einen Besichtigungstermin. Aufgabe: Schreibe eine Terminbestätigung per E-Mail, maximal 130 Wörter. Kontext: Termin: [Datum, Uhrzeit], Objekt: [Objektart] in [Stadtteil], Treffpunkt: [Treffpunkt]. Der Interessent möchte ernsthaft kaufen/mieten: [ja/unklar]. Format: Betreff + Text. Enthält: Terminbestätigung, Treffpunkt, Dauer, eine kurze Checkliste (bei Kaufinteresse z. B. Finanzierungsbestätigung oder Eigenkapitalnachweis, falls vorhanden), Hinweis auf Erreichbarkeit bei Verspätung. Ton: serviceorientiert und klar strukturiert – der Interessent soll sich gut betreut fühlen, nicht geprüft. Wichtig: Keine Angaben erfinden; fehlende Details als [KLÄREN] markieren.
Welcher Prompt passt zu welcher Aufgabe?
Zur Orientierung: die 12 Vorlagen im Überblick, mit der Zeitersparnis, die ich aus meiner eigenen Praxis für realistisch halte. Das sind Erfahrungswerte, keine Studienergebnisse, Deine Werte hängen von Routine und Objekt ab.
| Aufgabe | Passender Prompt | Zeitersparnis (Praxis-Einschätzung) |
|---|---|---|
| Eigentümer anschreiben | Nr. 1 – Akquise-Anschreiben | 45–60 min → 10–15 min |
| Objekttext schreiben | Nr. 2 – Objektbeschreibung | 60–90 min → 10–20 min |
| Portal-Anzeige erstellen | Nr. 3 – Portal-Inserat | 30–45 min → 10 min |
| Einwände vorbereiten | Nr. 4 + 5 – Einwand & Preisgespräch | Vorbereitung 60 min → 20 min |
| Sichtbarkeit aufbauen | Nr. 6 – Social-Media-Post | 30 min → 5–10 min pro Post |
| Interessenten betreuen | Nr. 7, 8, 12 – Nachfassen, Absage, Termin | 15–20 min → 3–5 min pro Mail |
| Verkäufer binden | Nr. 9 – Eigentümer-Update | 40 min → 10 min pro Bericht |
| Texte absichern | Nr. 10 – AGG-Selbstcheck | Prüfung in 2–3 min statt Bauchgefühl |
| Reputation pflegen | Nr. 11 – Bewertungs-Antwort | 15 min → 3 min pro Antwort |
Zwei Dinge gehören in jede KI-Routine: Erstens haftest Du für veröffentlichte Texte selbst. Prüfe Fakten wie Flächen und Energiekennwerte immer nach, die KI erfindet im Zweifel Details. Zweitens haben personenbezogene Kundendaten in öffentlichen KI-Tools nichts verloren; arbeite mit Platzhaltern und füge echte Namen erst im fertigen Dokument ein. Was dabei datenschutzrechtlich gilt, haben wir im Ratgeber ChatGPT & DSGVO für Makler zusammengefasst. Dies ist keine Rechtsberatung.
Warum bringen Dir 1000-Prompt-Listen nichts?
Kurz gesagt: weil Masse kein Qualitätsmerkmal ist. Eine Liste mit 1000 Prompts bedeutet, dass niemand 1000 Prompts getestet hat. Das schafft kein Mensch neben einem echten Maklergeschäft. Was Du wirklich brauchst, sind wenige Vorlagen, die zu konkreten Arbeitsschritten gehören, mit echten Objekten erprobt wurden und rechtlich mitgedacht sind.
Ich habe in über 25 Jahren Selbstständigkeit eine einfache Regel gelernt: Ein Werkzeug, das Du nicht benutzt, ist kein Werkzeug. Es ist Ballast. Genau deshalb steht auf dieser Seite kein Prompt, den ich nicht selbst im Tagesgeschäft einsetze oder eingesetzt habe. Und deshalb ist auch der KI-Werkzeugkasten für Immobilienmakler bewusst auf 50 Workflows begrenzt: einer pro echtem Arbeitsschritt, jeweils mit ausgefülltem Beispiel, damit Du siehst, wie das Ergebnis aussehen soll, bevor Du selbst startest.
Ein zweiter Punkt, den Sammellisten unterschlagen: Prompts veralten nicht durch neue KI-Modelle, sondern durch fehlenden Kontext. Die Formel Rolle + Aufgabe + Kontext + Format + Ton funktioniert seit Jahren stabil über alle großen Modelle. Wer sie verstanden hat, schreibt sich jeden neuen Prompt in zwei Minuten selbst. Wer stattdessen Listen hortet, sucht bei jeder Aufgabe von vorn. Fachverbände wie der IVD und Fachmedien wie Haufe Immobilien beschäftigen sich längst regelmäßig mit KI im Maklergeschäft. Das Thema ist im Berufsstand angekommen. Der Unterschied entsteht nicht mehr durch den Zugang zur Technik, sondern durch die Qualität der Anwendung.
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Du hast jetzt 12 erprobte Einzelwerkzeuge. Im „KI-Werkzeugkasten für Immobilienmakler" bekommst Du das System dahinter: 50 Workflows entlang des kompletten Makler-Prozesses, jeder mit fertigem Prompt, ausgefülltem Beispiel, Profi-Tipp und Rechts-Warnung (AGG, GEG, DSGVO). Geschrieben von einem Makler, der seit 2007 vermittelt, nicht von einer Content-Agentur. Als Fachliteratur voll als Betriebsausgabe absetzbar.
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Funktionieren diese Prompts auch mit Claude und Gemini?
Ja. Alle 12 Vorlagen folgen der Formel Rolle + Aufgabe + Kontext + Format + Ton. Die verstehen ChatGPT, Claude und Gemini gleichermaßen. Die Ergebnisse unterscheiden sich im Detail, die Struktur des Prompts bleibt identisch. Du musst nichts umschreiben, nur einfügen und Deine Platzhalter ausfüllen.
Darf ich KI-generierte Texte einfach veröffentlichen?
Grundsätzlich ja, aber Du haftest für den Inhalt, nicht die KI. Prüfe vor jeder Veröffentlichung die Fakten (Flächen, Baujahr, Energieausweis-Angaben) und lass Anzeigentexte durch den AGG-Selbstcheck laufen. Die KI erfindet im Zweifel Details, die Du nie behauptet hast. Dies ist keine Rechtsberatung.
Brauche ich die Bezahlversion von ChatGPT für gute Ergebnisse?
Für den Einstieg nicht. Alle 12 Prompts funktionieren auch mit den kostenlosen Versionen von ChatGPT, Claude oder Gemini. Die Bezahlmodelle (rund 20 Euro im Monat) liefern konstantere Qualität, längere Texte und weniger Aussetzer. Aus meiner Praxis lohnt sich das ab dem Moment, wo Du KI täglich nutzt.
Wie viele Prompts brauche ich als Makler wirklich?
Weniger, als Du denkst: 10 bis 15 gute Vorlagen decken den kompletten Makler-Alltag ab, Akquise, Exposé, Kommunikation, Social Media. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern dass jeder Prompt getestet ist und zu einem echten Arbeitsschritt gehört. 1000-Prompt-Listen sind Beschäftigungstherapie.
Darf ich Kundendaten in ChatGPT eingeben?
Nur anonymisiert. Namen, Adressen, Telefonnummern oder Finanzdaten Deiner Kunden gehören nicht in ein öffentliches KI-Tool. Arbeite stattdessen mit Platzhaltern wie [Name] oder [Objektadresse] und füge die echten Daten erst im fertigen Text ein. Details dazu findest Du in unserem DSGVO-Ratgeber. Dies ist keine Rechtsberatung.